Bundesamt für Kfz-Nutzung beschließt Brillenverbot am Steuer

Brille am Steuer wird verboten

Deutschland ist ja schon seit Langem weltweit als Bürokratie-Dschungel verrufen. Wenn es um kuriose Gesetze geht, waren uns einige Länder jedoch bislang noch ein gutes Stück voraus. Geht es nach Dr. Norbert Wommer vom Bundesamt für Kfz-Nutzung und Straßenverkehr, könnte sich das allerdings schon bald ändern. Denn ihm ist es zu verdanken, dass wir in Deutschland in naher Zukunft um eine ebenso zweifelhafte wie folgenschwere Gesetzesänderung reicher sind.

Mehr als die Hälfte aller Unfälle durch Brillenträger

Wie verschiedene Presseportale übereinstimmend melden, wird noch in dieser Woche ein Gesetz verabschiedet, das es Autofahrern verbieten soll, eine Brille zu tragen. Was klingt wie ein schlechter Witz, hat laut Wommer einen sinnvollen Hintergrund, schließlich würden schätzungsweise rund 60% aller Autounfälle von Brillenträgern verursacht. Seiner Ansicht nach sind es vor allem beschlagene Brillengläser, die ein enormes Gefahrenpotential bergen.

Norbert Wommer- Leiter der Sektion Fahrzeugführer-Sicherheit im BKNS

Gesetzesänderung aus medizinischer Sicht bedenklich

Für uns als Kontaktlinsenhändler könnte es ja eigentlich kaum eine bessere Nachricht geben, schließlich dürfte durch die Gesetzesänderung die Anzahl der Linsenträger enorm ansteigen. Meiner Meinung nach ist der Beschluss aber mehr als fragwürdig. Schließlich sollte ein jeder selbst entscheiden dürfen, welche Art von Sehhilfe er nutzen möchte.

Auch aus medizinischen Gründen ist das Brillenverbot als äußerst fahrlässig zu bezeichnen. Sicher würden sich unzählige Autofahrer einfach ohne Sehhilfe ans Steuer setzen, obwohl sie eigentlich eine benötigen. Millionen Allergiker dürften in der Heuschnupfenzeit gar kein Auto mehr fahren, da Kontaktlinsen in dieser Zeit für sie keine Option darstellen. Für viele wäre der einzige Weg ein kostenintensiver Lasereingriff, den sich aber längst nicht jeder leisten kann oder will.

Neues Gesetz tritt 2018 in Kraft

Das neue Gesetz soll ab Januar 2018 in Kraft treten. Allen Brillenträgern bleibt bis dahin nur zu hoffen, dass die Politik in dieser Angelegenheit doch noch rechtzeitig den Rückwärtsgang einlegt. Andernfalls wird sich Deutschland in eine Riege einreihen mit Ländern wie Dänemark, wo laut Gesetz vor jedem Fahrtantritt zu prüfen ist, ob jemand unter dem Auto liegt oder Singapur, wo fahrende Autos stets einen Sicherheitsabstand von 50m zu Fußgängern einhalten müssen. Der einzige Unterschied wäre, dass hierzulande die Einhaltung einer solchen Irrsinns-Regelung wohl deutlich rigoroser durchgesetzt werden würde.

Die offizielle Pressemitteilung vom 24.03.2016 findet ihr hier:

Brillenverbot für Autofahrer ab 01.01.2018

 

 

 


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Immanuel

ist Online-Redakteur bei Lensspirit und bereichert unseren Blog mit spannenden Artikeln zu den Themen Ausbildung, Forschung, Wissenschaft und Kultur.

1 Kommentar

  1. Nils

    Der Titel ihres Artikels ist falsch. Das war ein Gesetzesvorschlag. Ihr Titel suggeriert, dass das Gesetz beschlossen wurde, was es nicht wurde.

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