Traumberuf Optiker – was erwartet mich als Azubi?

Ausbildung zum Optiker

Viele Schüler stehen gerade mit ihren Halbjahreszeugnissen in der Hand vor der Frage, welche Ausbildung sie beginnen sollen und wie man überhaupt den richtigen Beruf findet. Wir möchten Euch heute den Beruf des Augenoptikers vorstellen und erklären, wie die Ausbildung zum Optiker im Detail aussieht, was man wissen sollte und welche Fähigkeiten man braucht.


Nur wenige wissen es vielleicht: der Beruf Augenoptiker ist einer der ältesten Berufe. Bereits im Mittelalter ist der Beruf entstanden. Mit der modernen Augenoptik hatte dies natürlich nicht mehr viel gemeinsam. Der Beruf Augenoptiker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung.

Voraussetzungen

Du solltest einen guten Hauptschulabschluss oder eine höhere Qualifikation mitbringen. Ein feinmotorisches, handwerkliches Geschick ist auch von sehr großem Vorteil. Denn es muss gelötet, geschliffen und gefeilt werden. Man bearbeitet Glas, Kunststoff und Metall – per Hand oder mit speziellen Maschinen.

Die Ausbildung

Berufsausbildung AugenoptikerDie Ausbildungsdauer beträgt drei Lehrjahre und wird im dualen Ausbildungssystem, also sowohl im Handwerksbetrieb als auch an der Berufsschule, vermittelt.
Als Berufsschulfächer werden Werkstoff-Technologie, Allgemeine Optik, Brillenkunde, Anatomie und Physiologie des Auges, Technische Mathematik und Wirtschaft & Sozialkunde unterrichtet. Somit sollten Fächer wie Mathematik, Physik und Biologie bei dir nicht ganz so unbeliebt sein.
Man arbeitet nicht nur in der Werkstatt, sondern auch in der Beratung und im Verkauf. Als Augenoptiker brauchst du ein feines Gespür für den Kunden. Eine Brille wird nicht immer von jedem Kunden gemocht. Daher ist Einfühlungsvermögen, Geduld aber vor allem auch ein Sinn für Design und Ästhetik gefragt. Passt die „Rote Brille“ zu dem Kunden oder sollte es doch lieber eine dezente Brillenfassung werden. Vielleicht ist auch die Kontaktlinse für den Kunden die optimalste Lösung.

In der Zwischenprüfung gehört es zur Prüfungsaufgabe ein Brillenfassungsteil hergestellt. Es müssen zum Beispiel Brillenbügel mit einem Scharnier gefertigt werden, Brillengläser per Hand geschliffen und in eine Kunststofffassung eingesetzt werden.
Deine Lehre schließt du mit einer Abschlussprüfung, in der du auch ein Gesellenstück fertigen musst ab.
Eine Spezialisierung im Bereich der Kontaktlinsenanpassung ist als Augenoptiker Geselle möglich.

Nach der Lehre

Nach deiner Lehrzeit und einigen Jahren Berufserfahrung kannst du dich weiterbilden. Zum Beispiel kannst du die Ausbildung zum Augenoptikermeister/in einschlagen. Schwerpunkte dieser Weiterbildung sind Refraktion(Sehtest), Kontaktlinsenanpassung und vergrößernde Sehhilfen(Lupenbrillen etc.). Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden viele praktische Übungen zur Augenglasbestimmung, Ophthalmoskopie oder Topometrie des vorderen Auenabschnittes vermittelt. Du kannst den Meistertitel auch berufsbegleitend erwerben. Am Ende steht die Meisterprüfung im Handwerk, welche aus vier Bereichen besteht, an. Ein Teil z.B. beinhaltet alle relevanten Voraussetzungen um Lehrlinge später fachmännisch ausbilden zu können. Die erworbene Qualifizierung zum Handwerksmeistert/in der Augenoptik wird für die Führung eines Optikergeschäftes vorausgesetzt.

Wer gerne mehr in den forschenden Bereich in der Medizin oder Industrie gehen möchte, z.B. bei Kontaktlinsenherstellern, ist mit einem Fachhochschulstudium(FH) richtig. Hier wird eine Fachhochschulreife oder Hochschulreife(Abitur) vorausgesetzt. Im Studium werden neben Ingenieursgrundlagen in Mathematik, Physik auch Grundlagen in Lasertechnik und Elektrotechnik vermittelt. Zu den optischen Themen zählen Kinderoptometrie, Physiologie, optometrische Untersuchungsmethoden oder Pathologie. Diese spezielle Fachrichtung bieten nur eine Handvoll Fachhochschulen, wie Jena, Berlin oder München an. Mit den Abschlüssen Bachelor oder Master of Science(FH) kannst Du sowohl in einer Augenarztpraxis eingesetzt werden, als auch in einem Optikergeschäft deine Spezialisierung nutzen. Mittels dieser Qualifizierung ist auch eine Tätigkeit in der Herstellung vom optischen Geräten , wie Phoroptern, Bildschirmlesegräten etc. möglich.

Wir hoffen wir konnten euch weiterhelfen und wenn Ihr Fragen habt, könnt ihr uns diese sehr gerne Stellen.

Liebe Grüße
Theres (Lensspirit Augenoptiker Meisterin) und Elke (Lensspirit Augenoptikerin)


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Über den Autor /


Elke

ist Augenoptikerin bei Lensspirit und schreibt für ihr Leben gern. Sie berät nicht nur unsere Kunden am Telefon und im Kontaktlinsen-Studio, sondern schreibt auch 1x...

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