Sparen mit Kontaktlinsen

Sparen mit Kontaktlinsen Lensspirit

So kannst du deine Kontaktlinsen-Kosten von der Steuer absetzen

Wie ihr eure Kontaktlinsen-Kosten von der Steuer absetzen könnt und welche Möglichkeit es noch gibt, mit Kontaktlinsen Geld zu sparen, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Jedes Jahr im Frühling ist es soweit, verstaubte Belege werden hervorgekramt und ein Berg an Formularen wartet auf dem Schreibtisch darauf bearbeitet zu werden. Die Steuererklärung für das vergangene Jahr steht auf dem Plan. Für diejenigen, die keinen Steuerberater haben, heißt es dann sich durch Beamtenlatein und Zahlenwirrwarr zu kämpfen, stets in der Hoffnung vom Fiskus den einen oder anderen Euro zurückzubekommen. Hat sich die Mühe schließlich gelohnt und eine schöne Rückzahlung winkt, ist die Freude umso größer.

Kontaktlinsen als außergewöhnliche Belastungen

Kontaktlinsen zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit können grundsätzlich als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abgesetzt werden. Allerdings müssen derartige Ausgaben bis zu einem bestimmten Betrag vollständig selbst getragen werden. Wie hoch dieser ist, hängt von den persönlichen Lebensumständen und dem Brutto-Jahreseinkommen ab. Bei kinderlosen Singles, die im Jahr mehr als 51.130 Euro verdienen, liegt er beispielsweise bei 7%, während er bei Familien mit drei oder mehr Kindern und einem Verdienst von bis zu 51.130 Euro nur 1% beträgt.

Konkret in Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass eine fünfköpfige Familie mit einem Gesamteinkommen von 50.000 Euro außergewöhnliche Belastungen bis 500 Euro komplett selbst tragen muss. Für den Single, der im Jahr 60.000 Euro verdient, sind es sogar 4200 Euro.

Bei welchem Betrag die Grenze für euch liegt, könnt ihr unter www.smart-rechner.de/krankheitskosten/rechner.php berechnen lassen.

Meist weitere außergewöhnliche Belastungen erforderlich

Wenn ihr ausschließlich Kontaktlinsen als außergewöhnliche Belastungen angebt, werdet ihr vermutlich kaum den erforderlichen Betrag erreichen. Könnt ihr jedoch noch weitere Kosten geltend machen, so leisten eure Kontaktlinsen garantiert einen erheblichen Beitrag dazu, dass die Gesamtsumme letztlich ausreicht um eine Rückerstattung zu erhalten. Zu außergewöhnlichen Belastungen zählen Ausgaben, die außergewöhnlich, notwendig und angemessen sind, zwangsläufig entstehen und eine finanzielle Belastung verursachen.

Ihr könnt die Chance auf eine Rückzahlung auch zusätzlich erhöhen, indem ihr nach Möglichkeit größere Ausgaben auf ein Jahr zusammenlegt. So übersteigen die Kosten in bestimmten Jahren die zumutbare Belastungsgrenze und können dadurch beim Finanzamt geltend gemacht werden. In anderen Jahren habt ihr hingegen generell nur geringe zusätzliche Ausgaben.

Als Werbungskosten lassen sich Kontaktlinsen übrigens nicht abrechnen, selbst wenn ihr aus glaubhaften Gründen – beispielsweise im Beruf – auf Kontaktlinsen zurückgreifen müsst. Dennoch könnt ihr es natürlich versuchen. Vielleicht habt ihr ja Glück mit eurem Sachbearbeiter.

Kontaktlinsen von der Krankenkasse bezahlen lassen

Es gibt noch eine zweite Möglichkeit, die Kosten für eure Kontaktlinsen zu reduzieren. Wenn Ihr jünger als 18 Jahre seid, kommt eure Krankenkasse für eure Sehhilfe auf. Aufwendungen für Kontaktlinsen-Pflegemittel müssen in der Regel jedoch selbst übernommen werden. Fragt am besten bei eurer Krankenversicherung nach, welche Leistungen euch konkret zustehen.

Für alle über 18-jährigen (gesetzlich Versicherten) gilt, dass Sehhilfen nur in Ausnahmefällen finanziert werden, etwa bei extrem ausgeprägten Sehschwächen, die zum Beispiel Leselupen oder Fernrohrbrillen notwendig machen. Viele Krankenkassen bieten darüber hinaus jedoch Zusatzversicherungen an, die Kosten für Brille oder Kontaktlinsen prozentual übernehmen. Unter www.krankenkassen.de findet ihr heraus, ob eure Krankenversicherung auch ein solches Zusatzangebot zur Verfügung stellt.

Anhand der AOK Baden-Württemberg möchte ich euch beispielhaft vorrechnen, in welchen Fällen sich eine Zusatzversicherung lohnen kann.

Das Tarifpaket kostet dort 16 Euro im Monat. Es werden 80% der Kosten für Sehhilfen übernommen. Der Gesamtbetrag darf dabei 500 Euro innerhalb von zwei Jahren nicht überschreiten. Das heißt, ihr könnt in diesem Zeitraum maximal 400 Euro zurückerstattet bekommen und bezahlt gleichzeitig 384 Euro an Gebühren. Die daraus resultierende maximale Ersparnis von 16 Euro in zwei Jahren ist zugegebenermaßen nicht besonders viel, könnte sich für euch aber trotzdem lohnen. Denn zusätzlich beinhaltet das Versicherungspaket weitere Leistungen wie Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen, refraktive Chirurgien und Hörhilfen, die ihr kostenlos, bzw. größtenteils kostenlos in Anspruch nehmen könnt.

Unter welchen Konditionen eure Krankenversicherung Zusatzleistungen anbietet, erfahrt ihr entweder im persönlichen Gespräch mit eurem Kundenbetreuer oder auf der jeweiligen Website.

Die meisten Zuschüsse für eure Sehhilfe erhaltet ihr, wenn ihr privat versichert seid. Je nach Tarif sind dort sogar Kostenerstattungen bis zu 100% möglich. Allerdings ist der Wechsel in eine private Krankenversicherung nicht für jeden möglich, so dass ich diese Option nur am Rande erwähnen möchte.

Zusatzversicherung lohnt sich nur unter bestimmten Voraussetzungen

Grundsätzlich gilt für die Zusatzversicherung das gleiche wie für die Steuererklärung. Möchtet ihr einzig Kosten für Kontaktlinsen sparen, lohnt sie sich eher nicht. Profitiert ihr jedoch auch von anderen Leistungen, die das Angebot beinhaltet, kann eine Zusatzversicherung bei der Krankenkasse durchaus attraktiv sein.

Ob und wie viel ihr mit den genannten Möglichkeiten sparen könnt, hängt also letztlich ganz wesentlich von euch und eurer persönlichen und beruflichen Situation ab. Überprüft einfach selbst, inwiefern sich die genannten Optionen für euch lohnen.

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Immanuel

ist Online-Redakteur bei Lensspirit und bereichert unseren Blog mit spannenden Artikeln zu den Themen Ausbildung, Forschung, Wissenschaft und Kultur.

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